Was verstehen wir unter den Begriff des

sexuellen Missbrauchs?  


 

   Es ist damit jener schreckliche, schwer zu begreifende und noch weniger vorstellbare Vorgang gemeint, bei dem ein Mensch gegen seinen eigenen selbstbestimmten Willen von Fremden oder Angehörigen der eigenen Familie missbraucht und somit sexuell und emotional ausgebeutet wird.

   In den meisten Fällen handelt es sich bei den Opfern zum Zeitpunkt des Übergriffs nicht um einen Erwachsenen, sondern vielmehr um ein Kind.

Die Folgen für das in der Entwicklung begriffene Kind sind fatal und hinterlassen tiefe Spuren in seiner zarten Seele. Die seitens seiner Eltern gegen es gelebten, als geradezu pervers zu bezeichnenden Handlungen, müssen von ihm als Opfer verdrängt werden um das erfahrene Grauen überhaupt zu überleben.

Dadurch entsteht eine Art „Leere“ im Kopf, die durch Erinnerungen,

die in Form von Bildern und Gefühlen, zu einem späteren Zeitpunkt hochkommen können,

ausgefüllt wird.

 

Oft sind ähnliche Ereignisse oder Erlebnisse Auslöser dieses für den Betroffenen unvorstellbaren Vorgangs, stellen doch die sogenannten „Wiedererinnerungen“ ihr bisheriges Weltbild und somit Leben geradezu auf den Kopf.

Chaos, Wahnsinn, Angst und Panik breiten sich aus!

   Viele Betroffene haben das Gefühl, an den aufsteigenden Bildern ihrer verdrängten Erinnerungen geradezu verrückt zu werden. Wenn hier nicht schnellstens eine fachkompetente Hilfe einsetzt, besteht die Gefahr des inneren „Abrutschens“ bis hin zu dem Punkt eines sich immer mehr ausbreitenden psychotischen Seelenzustandes,

der nicht nur von den Betroffenen, sondern auch von der Außenwelt

als außerordentlich erschreckend, ja geradezu gefährlich und

lebensbedrohlich wahrgenommen wird.

Schnelle Hilfe ist in diesem Fall dringend geboten, um Schlimmeres zu verhindern, nämlich den totalen Absturz einer durch die auf sie einstürzenden Ereignisse vollkommen überforderten,

am Rande des Abgrund stehenden Seele.

   Die Therapie eines solchen schwerst traumatisierten und seelisch gelittenen Menschen erfordert viel Fingerspitzengefühl, Ausdauer, Geduld und vor allem Empathie, sprich Mitgefühl, da die Opfer unter dem Erlebten unendlich leiden und selbst oft nur wenig Zugang zu den von ihnen verdrängten Ereignissen haben.

Zudem werden sie in aller Regel weiter von den Tätern bedrängt und genötigt, über das Geschehene zu schweigen und im schlimmsten Fall immer noch missbraucht.

   Man darf daher nicht vergessen, dass der sexuelle Missbrauch

in aller Regel alle Entwicklungsstufen eines noch im Wachstum

begriffenen unfertigen Kindes durchläuft,

sodass man davon ausgehen kann,

dass eine entsprechende psychische Schädigung vorliegt,

durch ein tief im Unterbewusstsein vergrabenes Trauma,

das eine lange intensive Behandlung erforderlich macht.

 

Dass bei dieser Betrachtung der näheren Umstände so manche Therapie fehlschlägt

steht außer Frage.

   So zeigt sich aus der Erfahrung heraus, dass vielen Opfern langfristig u.a. äußerst wirksam durch das Aufsuchen einer Selbsthilfegruppe geholfen werden kann, da diese aus Selbstbetroffenen bestehende Gruppierung oft - besser als jeder therapeutische Fachexperte - weiß,

wie dem unter den Folgen des erfahrenden Missbrauchs und seiner damit einhergehenden Gewalteinwirkung Leidenden geholfen werden kann.

   In jedem Fall erhöht sich die Chance, irgendwann einmal das Labyrinth, Seelengefängnis und des erfahrenden Irrsinns zugleich zu entkommen,

da viele ähnlich von der Problematik betroffene Menschen nun auf ein

zuvor gestecktes Ziel hinarbeiten: 

Die Befreiung des Opfers von seinen schrecklichen Seelenqualen.

   Sie alle wissen wovon sie sprechen:

Nämlich von der schrecklichsten Erfahrung ihres Lebens -

den des sexuellen Missbrauchs durch die eigene Familie!

Was können Sie nun tun, wenn Sie selbst betroffen sind?

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